Samstag, 8. Mai 2010
Es muss sich was ändern...
...und es wird sich was ändern! Denn leider bleibt ja sonst alles so, wie es war. Also: auf ein Neues! Mal sehen, wie erfolgreich ich mit meinen guten Vorsätzen sein werde.
Mittwoch, 28. Mai 2008
Und noch eine kleine Frage...
...man liest ja nicht mehr so viel davon - vertragen sich in Darfur eigentlich wieder alle?
Unbemerkt, aber wahr - die Nazis sind wieder unter uns
Der BDM ist zurück. Vielleicht war er ja auch gar nie weg; jedenfalls meldet er sich zu Wort, und zwar mit Nachdruck. 43 Cent pro Liter Milch verlangt er - wer jetzt Bilder von Mädchen mit blonden Zöpfen in kornblumenblauen Kleidern im Kopf hat, möge diese auf einer Almwiese platzieren und dann gegen ein paar Friesisch-Schwarzbunte mit üppigen Eutern austauschen: Der BDM ist nämlich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter! Was für eine schöne Abkürzung... Aber auch bei der Lektüre des Politikteils am Morgen wundert man sich. Da wählt das Parlament in Sachsen einen neuen Ministerpräsidenten und der Kandidat der CDU siegt erwartungsgemäß - allerdings nicht mit Hilfe aller CDU-Stimmen. Drei Parlament-Arier aus der CDU-Fraktion stimmten für den Kandidaten der NPD... Ob die drei auch im BDM sind und sich im heimischen Kämmerlein blonde Zöpfe an die grauen Schläfen heften? Diese Absurditäten können aber nicht von einer positiven Nachricht ablenken: Jeder deutsche Bürger soll das Recht auf einen Hauptschulabschluss haben! Und man hatte doch schon den Eindruck, Hauptschüler würden unter der Stigmatisierung als Verlierer leiden. Nein, es geht also noch schärfer. Bleibt nur die Frage: Wer garantiert den Lehrern hauptschulabschlussfähige Schüler?
Dienstag, 20. Mai 2008
Das Lächeln des Dalai Lama
Dieses Lächeln wollten gestern tausende Menschen in Berlin sehen, Fanmeile am Brandenburger Tor, Titelseiten voll mit dem Dauerlächler aus Tibet. Wer hat dieses Spektakel eigentlich bezahlt? Das IOC, weil in der Olympia-Kasse noch was übrig war? Das Entwicklungshilfe-Ministerium? Muss Heidemarie für die nächsten Jahre auf ihre Mahagoni-Tönung verzichten? Oder wird der Betrag einfach vom Spendenscheck an die chinesischen Erdbebenopfer abgezogen? Vielleicht sollte ich mich hierfür direkt an die Merkel wenden, der Steinmeier empfängt mich bestimmt gar nicht erst...
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Von Euphemismen und anderen Boykott-Strategien
Glücklich-selbstgefällige Elterngesichter, endlich zahlen sich die Erziehungsmühen aus, die Kinder sind politisiert! Politisches Bewusstsein, das sich im Alltagsverhalten zeigt, bei 16jährigen Gymnasiastinnen; wer hätte es zu hoffen gewagt, dass Menschenrechte schließlich siegen über die Konsumlust. Bei H&M werden keine T-Shirts "made in China" mehr gekauft, aus wahrscheinlich tief empfundener Solidarität mit den Tibetern. Stattdessen werden vom Taschengeld nur noch Shirts bezahlt, die "made in Bangladesh" oder "made in India" sind - das ist nachhaltiges Konsumverhalten. Da wird sorgfältig abgewogen, dass man besser aufrecht neben dem tibetischen Bauern steht, als neben dem indischen Kind, dessen Lungen in der Textilfabrik kaputt gehen und das leider Arbeitszeiten hat, die mit dem Schulbesuch nicht in Einklang zu bringen sind. Was soll´s, Prioritäten muss der Mensch setzen. Und große Begriffe im Munde führen muss er können, damit sein Anliegen auch wahrhaft ernst genommen werden kann. "Menschenrechte" eignet sich als Schlagwort da schon ganz gut, "soziale Gerechtigkeit" kommt in Deutschland auch nicht schlecht an. Denn das - so ein bisschen soziale Gerechtigkeit - wird man sich doch wohl noch guten Gewissens wünschen können vom Staat, da haben doch alle was von. Gerechtigkeit ist ein schöner Euphemismus für Wohlstandssicherung, denn das, was wir besitzen soll uns der Staat schützen, uns soll er schützen, damit wir das, was wir haben, mehren können. Und wenn wir nichts haben? Dann spielt "Gerechtigkeit" schon noch eine Rolle, aber ein Migrationshintergrund... der ist da nicht gerade hilfreich. Da kommen wir doch alle viel besser damit klar, bei H&M unser Weltweit-Gerechtigkeits-Statement zu setzen. Vielleicht mit einem Che-Guevara-Print-Shirt aus Bangladesch für 7,90? Gottseidank müssen wir das nicht dem 8jährigen in der Fabrik erklären.
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Samstag, 17. Mai 2008
Was Neues
Eigentlich total überflüssig, unwichtig und uninteressant. Jetzt blogge ich trotzdem. Und bin mir selbst suspekt, wie mir die übrigen geschätzten zwei Millionen Blogger der Hauptstadt es sind. Von Akne über Genitalherpes, von selbstgerührten Gesichtsmasken bis zum Haferkeksrezept findet sich alles, was der Mensch nicht braucht und noch viel mehr. Ja, was braucht der Mensch denn eigentlich? Ich brauche ab und zu mal ein Ventil, um meine Verwunderung auszudrücken, meine Fassungslosigkeit, manchmal tiefe Abscheu gegenüber den Menschen, die sich in Berlin, Deutschlands größter Anstalt, aufhalten. Na gut, manchmal kann man auch schmunzeln, sich freuen und doch noch an ein besseres Morgen glauben - bis man fünf Minuten später in den nächsten Bierflaschenscherbenhaufen tritt, weil man einer irren Touristengruppe ausweichen muss. Der ganz normale Wahnsinn eben. Und der soll hier seinen Platz finden, in all seiner Überflüssigkeit. Na, darauf einen tall-decaf-double shot-low fat Caramel Frappuccino?
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